Schnipsel-Kino

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22.11.2012

Aachener Tageszeitung

„Zilly die Zauberin“: Mit „Autsch!“ und „Oh!“ die Treppe hinunter
Eschweiler. Im Prinzip ist es nichts anderes als ein gemeinsames Blättern in einem Bilderbuch. Aber wenn über 200 Kinder eine Dreiviertelstunde lang gebannt zuschauen und zuhören, dann muss es schon eine ganz besondere Art sein, in einem Bilderbuch zu blättern. Ein „Schnipsel-Kino“ gab es zum bundesweiten Vorlesetag der Stiftung Lesen in der Eschweiler Stadtbücherei. Schnipsel-Kino?
„Wir haben eine Methode gefunden, ein Bilderbuch auf ganz neue Weise zu erzählen. Wir verdecken anfangs große Teile der Buchseite, und zeigen sie im Verlauf der Erzählung nach und nach“, berichtet Marco Schmidt. Wobei „erzählen“ fast schon tief gestapelt ist.
Die beiden Sprecher der Wuppertaler Schnipsel-Kino-Gruppe, Rita Reineke und Heiner Waniek, sind da sehr lautmalerisch und erzählerisch eindrucksvoll unterwegs, wenn zum Beispiel die Zauberin Zilly mit viel „Oh!“ und „Autsch!“ und „Ahhhhh!“ die Treppe hinunterfällt, während auf der großen Leinwand vor den erschrocken zuschauenden Mädchen und Jungen Schnipsel um Schnipsel die lange, lange Treppe erscheint.
Aber das kommt halt davon, wenn man als Zauberin in einem Haus lebt, das völlig schwarz ist, und dann über seinen schwarzen Kater Zingaro stolpert...
Das Bilderbuch „Zilly die Zauberin“ von Korkie Paul und Valerie Thomas wird gezeigt, erzählt, vorgespielt in der Bücherei. Die Mitglieder von Schnipsel-Kino machen daraus ein Theaterstück mit Musik und Geräuschen. Nicht nur die beiden Sprecher, auch Gitarrist Marco Schmidt und Maryanne Piper als Klarinettistin (mit Anklängen an Klezmer-Musik) lassen die Stimmung der geheimnisvoll-bunten Geschichte lebendig werden. Dazu gehört dann auch viel Schlüsselgeklirr – manchmal dreht Schmidt auch seine Gitarre um und benutzt sie als Trommel.
Eine Konkurrenz zum Bilderbuch selbst sei die fast schon filmische Aufbereitung aber nicht, versichern die Schnipsel-Kino-Mitglieder. Die musikalische Erzählung mache hingegen auch Lust darauf, das Bilderbuch neu durchzublättern und mit dem Erleben der Aufführung im Kopf neu zu entdecken.
Die kleinen Zuhörer und Zuschauer jedenfalls sind hingerissen. „Dass so viele Kinder so lange so aufmerksam dabei sind, das erstaunt mich wirklich!“ sagt die Leiterin der Stadtbücherei, Michaele Schmülling-Kosel, nach dem Schlussapplaus. Sie freute sich über die große Resonanz. Eingeladen hatte die Bücherei alle Vorschulkinder der Eschweiler Kindertageseinrichtungen, und viele Kindergärten waren gern darauf eingegangen.



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